Im Wolfhager Feuerwehrstützpunkt fand in der Zeit vom 28.10.-30.10.2011 eine Heißausbildung für Atemschutzgeräteträger in einer Brandsimulationsanlage statt. Gemeinsam mit der Feuerwehr Zierenberg wurde für diesen Zeitraum ein solcher Brandübungscontainer angemietet. Für Feuerwehrleute gestaltet es sich immer schwieriger mit echtem Feuer in geschlossenen Räumen zu üben und dadurch praktische Erfahrungen im gezielten Bekämpfen eines Schadensfeuers zu erlangen.
Vom Land Hessen wird in regelmäßigen Abständen eine Ausbildung in einer solchen mobilen Brandsimulationsanlage für alle Landkreise angeboten. Leider sind die Kapazitäten dort, wie auch in einem Seminar aus dem Lehrgangsangebot der Hessischen Landesfeuerwehrschule sehr niedrig, sodass dort nicht alle Atemschutzgeräteträger üben können.
Daher entschlossen sich die Stadtbrandinspektoren der beiden Feuerwehren für die Anmietung einer solchen Anlage. In der in einem 14 m langen Sattelauflieger untergebrachten Anlage standen insgesamt 5 Brandstellen inklusive einer Flash-Over-Simulation (Rauchgas-Durchzündung) zur Verfügung. Durch die variable Schaltung der Brandstellen konnten unterschiedlichste Übungszenarien vorgegeben werden. Betrieben wurde der Container mit Propan-Gas.
Aus einem Leitstand beobachteten ein Trainer der Verleihfirma sowie Funktionspersonal aus beiden Feuerwehren das gesamte Übungsgeschehen. Bei Unregelmäßigkeiten bestand jederzeit die Möglichkeit des Übungsabbruchs und der kurzfristigen Räumung des Containers. Während der Übung im Container war die tiefste Gangart gefordert, denn in dem Brandraum herrschten Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius. Weiterhin sollten Lärm und Schreie vom Tonband die Teilnehmer ablenken. Nach erfolgter Brandbekämpfung fand eine Übungsnachbesprechung statt, in der der gesamten Durchgang ausgewertet und den Atemschutzgeräteträgern nochmals Hinweise zu einem effektiven und sicheren Arbeiten gegeben wurden.
Insgesamt 152 Feuerwehrangehörige aus Wolfhagen und Zierenberg konnten an diesem Wochenende eine Ausbildung in der Brandsimulationsanlage absolvieren. Darunter waren auch 12 Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Bründersen.