Gebäudebrand

Einsatz-Nr.:     16/2009      Einsatzort: Vorstadt, Wolfhagen
Datum: 16.12.2009      Alarmierung:     Sirene 442
Uhrzeit: 14:25 Uhr    

Die Feuerwehr Bründersen wurde am heutige Nachmittag als Unterstützung der Feuerwehr Wolfhagen mit Atemschutzgeräteträgern in die Wolfhager Vorstadt alarmiert.

 

Beim Brandobjekt handelt es sich um ein historisches Fachwerkhaus aus dem Jahre 1583. Bereits von weitem war eine dunkle Rauchsäule über der Vorstadt zu sehen, an der sich die Einsatzkräfte auf der Anfahrt orientieren konnten.

 

Beim Eintreffen der Feuerwehr Wolfhagen drang dunkler Rauch aus dem Gebäude, das Erdgeschoss stand in Vollbrand. Personen befanden sich keine mehr im Gebäude. Umgehend rüstete sich ein Angriffstrupp mit Atemschutz aus, der zur Brandbekämpfung in das Gebäude vorging. Noch auf der Anfahrt wurde durch den Einsatzleiter die Nachalarmierung der Feuerwehr Ippinghausen veranlasst.

 

An der Einsatzstelle versperrten der PKW der Hauseigentümerin sowie eine Abrollmulde den direkten Zugang zum Gebäude. Da sich der Fahrzeugschlüssel noch im Gebäude befand, wurde mit einer Feuerwehraxt eine Seitenscheibe des Fahrzeuges eingeschlagen und das Fahrzeug zur Seite geschoben.

 

Aufgrund der engen Bebauung der Vorstadt wurden links und rechts vom Brandobjekt Riegelstellungen aufgebaut, die ein Übergreifen des Brandes auf die angrenzenden Gebäude verhindern sollten. Neben zwei Trupps im Innenangriff und mehreren C-Rohren Außen, unterstütze auch die Drehleiter die Löscharbeiten vom Wenderohr aus.

 

Die Einsatzstelle wurde nun in zwei Abschnitte aufgeteilt. Ein Abschnitt kümmerte sich um die Brandbekämpfung auf der Vorderseite, der andere um die Rückseite. Für die Atemschutzgeräteträger wurde ein Sammelplatz eingerichtet. Weiterhin ließ der Einsatzleiter die Feuerwehr Bründersen mit weiteren Atemschutzgeräteträgern, eine zusätzliche Wärmebildkamera von der Feuerwehr Baunatal sowie den Abrollbehälter Atemschutz der Berufsfeuerwehr Kassel alarmieren.

 

Nach ca. einer Stunde konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Mit den beiden Wärmebildkameras wurde das Gebäude nach Glutnestern abgesucht und diese anschließend abgelöscht. Weiterhin ein Druckbelüfter in Stellung gebracht, der das Haus vom Brandrauch befreite.

 

Durch Temperaturen um den Gefrierpunkt gefor das Löschwasser sehr schnell und verwandelte die Einsatzstelle in eine Rutschbahn. Vom Stadtbauhof wurde Streusalz angefordert, welches großflächig an der Einsatzstelle verstreut wurde.

 

Im Laufe der Löscharbeiten hatten die Lehmdecken des Gebäudes großen Mengen Löschwasser aufgenommen und drohten unter der Last nachzugeben. Ebenfalls vom Stadtbauhof wurde nun Formholz zur Einsatzstelle gebracht. Hiermit wurde die Decke im hinteren Bereich der Erdgeschosses abgestützt, um sichere Nachlöscharbeiten zu ermöglichen.

 

Das Auslösen des Ex-Warn-Gerätes sorgte nocheinmal für Aufregung. Es wurde festgestelle, dass die Gasleitung des Gebäudes beschädigt wurde und eine unbestimmte Menge Gas ausgeströmt war. Umgehend wurde das Gebäude geräumt und der Gas-Notdienst der eon-Mitte angefordert. Dieser stellte fest, dass der Gasanschluss des Hauses nicht abgeschiebert werden konnte. Es wurde die Entscheidung getroffen, den Hausgasanschluss freizulegen und dort die Gaszufuhr zu unterbrechen. Nach Beendigung dieser Arbeiten konnten die Nachlöscharbeiten nach ca. 1,5 Stunden Unterbrechung wiederaufgenommen werden.

 

Das gesamte Gebäude wurde nun mit Netzmittel "geflutet". Hierdurch soll ein erneutes Wiederaufflammen der Glutnester verhindert werden.

 

Gegen 19:45 Uhr wurde "Feuer aus" gemeldet und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Die letzten Einsatzkräfte rückten von der Einsatzstelle ab.

 

Am folgenden Tag wurde die Kernstadtwehr um kurz vor 12:00 Uhr nochmals zur Einsatzstelle gerufen. Ein Passant hatte Rauch aus dem Gebäude aufsteigen sehen und die Leitstelle verständigt. Das Gebäude wurde mit der Wärmebildkamera abgesucht und ein qualmender Balken im Dachstuhl vom Wenderohr der Drehleiter aus abgelöscht. Um kurz nach 13:00 Uhr war der Einsatz beendet und alle Einsatzkräfte konnten wieder einrücken.

Eingesetzte Kräfte  
FF Bründersen: LF 8, MTF
FF Ippinghausen: TSF-W, LF 10/6
FF Wolfhagen:

KdoW, ELW 1, LF 16/12, LF 16/12, DLK 18/12, TSF, GW-N,

  WLF mit AB-Rüst
FF Baunatal: MTF
BF Kassel: ELW 1, WLF mit AB-Atemschutz
Rettungsdienst: RTW Wolfhagen (90/84)
sontiges: Stadtbrandinspektor, Pressesprecher FF Wolfhagen,
  Sachgebietsleiter Einsatz, Brandschutzaufsichtsdienst,
  Bürgermeister, Ordnungsamt, Polizei, Stadtbauhof,
  EON-Gasnotdienst

Zahlen und Fakten

Übungsdienst

jeden Montag, ab 19:30 Uhr

 

Aktive Mitglieder

31 Aktive

(6 Frauen und 25 Männer)

 

Einsätze

20 (Jahr 2018)

17 (Jahr 2017)

26 (Jahr 2016)

30 (Jahr 2015)

27 (Jahr 2014)

21 (Jahr 2013)

 

Fahrzeuge

LF 10/6

MTF

Kontakt

Wehrführer

1. Vorsitzender

Stefan Müller

Gartenstraße 9

34466 Wolfhagen-Bründersen

Tel. 0173-2704140

 

stellv. Wehrführer

Florian Swoboda

Naumburger Straße 13

34466 Wolfhagen-Bründersen

Tel. 0173-7610165

 

Zweiter stellv. Wehrführer

Kevin Amelung

Zum Graner Berg 10

34466 Wolfhagen-Bründersen

Tel. 01511-1822757

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen-Bründersen e.V.